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Man kann es mögen oder eben nicht, das Spiel des FC Barcelona. Die einen finden es schlichtweg genial, die anderen sagen, es sei Verhöhnung des Gegners.

Gefühlsmäßig wird Barca in der ganzen Welt wohl mehr geliebt als gehasst.

In Korea zucken die Leute aus, wenn Messi und Co. auf ein Kickerl vorbeischauen (Sommer 2010), in den USA vergisst man dank Barca wenigstens für kurze Zeit auf das “spannende” Baseball (Sommer 2011).

In Spanien sieht die Sache etwas anders aus. Wie eine Umfrage der Zeitung AS ergeben hat. AS hat unter den Fans der 20 Primera-Division-Klubs erhoben, welche anderen Vereine geschätzt werden – und welche eben nicht.

Die Ergebnisse könnt ihr in dieser Fotostory sehen, die ich für sportnet.at angefertigt habe.

Der Stammbaum im Detail. (Photo via Twitter)

Den Redakteuren der katalanischen Zeitung Segre war offenbar ziemlich fad.

Also haben sie die Stammbäume der Barca-Spieler durchforstet.

Und festgestellt: Lionel Messi und Bojan Krkic sind verwandt!

Sehr weitschichtig verwandt natürlich. Konkret: Sie sind Cousins vierten Grades. Soll heißen: Ihre Ur-Urgroßväter waren Brüder.

Jeweils ein Elternteil hat sogar den selben Namen: Pérez.

Wie das genau geht? Im Jahr 1846 heiratete Mariano Pérez Miralles seine Frau Teresa Llobera Minguet. Damit war die Verbindung zwischen den beiden Familien hergestellt.

Mariano und Teresa hatten zwei Söhne – Ramón Pérez Llobera (geb. 1859) und Goncal Pérez Llobera (1868). Die Ur-Urgroßväter von Messi und Bojan…

Über Jahrzehnte lebten beide Familien in Spanien. Bis schließlich Messis Großmutter Rosa Maria Peréz Mateu einen Argentinier heiratete.

Und Krkic (geboren in Linyola/Katalonien) hat den serbischen Namen von seinem Vater, der Lluisa Pérez zur Frau nahm.

Den Durchblick behalten? Das Bild rechts sollte helfen (per Mausklick vergrößern)…

Bojan Krkic. Photo: Tiago Luis "Cata" (Wikipedia).

Bojan Krkic (21) kündigt an, nicht zum FC Barcelona zurück zu kehren, solange dort Pep Guardiola (40) Trainer ist.

“Er hat mich total übersehen”, regt sich Krkic bei Football Italia auf. “Wenn ich 100 Prozent im Training gegeben habe, hat er mich trotzdem nicht aufgestellt.”

“Ich habe Barcelona vor allem wegen Guardiola verlassen und werde nicht dorthin zurück kommen, solange er auf der Bank sitzt.”

“Ich habe versucht, mit ihm zu sprechen. Aber es hat nicht geholfen. Es ist eine Sache, nicht zu spielen – aber eine andere, sich nicht als Teil des Teams zu fühlen.”

Bojan ist seit vergangenem Sommer an AS Roma ausgeliehen. In Italien hat der 21-Jährige unter Ex-Barca-B-Coach Luis Enrique (41) zuletzt wieder gespielt.

Beim 3:1 gegen Atalanta Bergamo erzielte der spanisch-serbische Doppelstaatsbürger sein erstes Tor im Trikot der Giallorossi.

Fußballkunst einmal anders. Aus 35 Metern volley mit der Ferse den eigenen Torhüter überhoben.

Der ästhetische Pechvogel heißt Inigo Martinez. Er ist 20 Jahre jung, Verteidiger bei Real Sociedad sowie in der spanischen U21-Seleccion.

Beim EM-Quali-Spiel gegen Georgien erzielt Martinez das schönste Eigentor des Jahres. Die unverhoffte Berühmtheit kann ihm zum Glück ziemlich egal sein – Spanien gewinnt das Spiel trotzdem 7:2.

 

Die Länderspielwoche beschert uns ein spielfreies Wochenende in der Primera Division. Diesmal ganz ohne Streik. Gekickt wird in Spanien trotzdem – in der Segunda Division.

Nova Creu Alta, Sabadell. Photo: Cristian Garcia/ Wikipedia.

Eine Liga, die mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vermuten würde. El Pichichi hat selbstverständlich einen zweiten übrig.

Die Segunda Division umfasst 22 Klubs, die um zwei Aufstiegsplätze rittern. Vier Vereine müssen am Ende der Saison absteigen.

Aktuell sind zwei der 22 Teilnehmer, wie einst auch in Österreich möglich, Amateur-Ableger von Top-Klubs.

Auch in Spanien sind diese nicht gerade der Spannung sowie der Stimmung auf den Rängen zuträglich. Zumindest bieten die hoffnungsvollen Youngsters von Barcelona B und Villarreal B aber ein höheres Niveau als die Austria Amateure und Konsorten.

Die folgende Liste beschäftigt sich mit den interessantesten Klubs der zweiten spanischen Leistungsklasse. Eine Ansammlung gefallener Traditionsklubs und hoffnungsvoller Underdogs.

 

Elche CF

19 Saisonen Primera Division/33 Saisonen Segunda Division. Estadio Martinez Valero: 36.017 Plätze.  Alltime-Best Primera: 5. (1963/64).

Bekannte(r) Ex-Spieler: Juande Ramos

Real Valladolid

37 Primera/27 Segunda. Jose Zorrilla: 26.512 Plätze. Alltime-Best Primera: 4. (1962/63)

Bekannte(r) Ex-Spieler: Fernando Hierro, Carlos Valderrama, Cuauhtemoc Blanco

Bekannte(r) Ex-Trainer: Rafa Benitez, Helenio Herrera

Celta Vigo

46 Primera/29 Segunda. Balaidos: 31.800 Plätze. Alltime-Best Primera: 4. (1947/48, 2002/03).

Bekannte(r) Ex-Spieler: Zvonimir Boban, Claude Makelele, Michel Salgado

Bekannte(r) Ex-Trainer: Victor Fernandez

Hercules Alicante

19 Primera/40 Segunda. Jose Rico Perez: 29.500 Plätze. Alltime-Best Primera: 5. (1974/75).

Bekannte(r) Ex-Spieler: Mario Kempes, David Trezeguet

Bekannte(r) Ex-Trainer: Sandor Kocsis, Ferenc Puskas

CE Sabadell

14 Primera/39 Segunda. Nova Creu Alta: 20.000 Plätze. Alltime-Best Primera: 4. (1968/69). Erfolge: Finale Copa del Rey (1935), Teilnahme Messepokal (1969/70).

Bekannte(r) Ex-Spieler/Trainer: —

Deportivo La Coruna

41 Primera/38 Segunda. Municipal de Riazor: 34.600 Plätze. Alltime-Best Primera: Meister 1999/2000. Erfolge: 2x Copa del Rey (1995, 2002); 3x Supercup (1995, 2000, 2002); Halbfinale Cup der Cupsieger 1995/96, Halbfinale Champions League (2003/04)

Bekannte(r) Ex-Spieler: Bebeto, Rivaldo, Djalminha, Roy Makaay

Bekannte(r) Ex-Trainer: John Toshack, Javier Irureta

Deportivo Xerez

1 Primera/32 Segunda. Municipal de Chapin: 20.523 Plätze. Alltime-Best Primera: 20. (2009/10).

Bekannte(r) Ex-Spieler: David Güiza

Bekannte(r) Ex-Trainer: Bernd Schuster, Nestor Gorosito

UD Almeria

6 Primera/12 Segunda. Estadio de los Juegos Mediterraneos: 22.000. Alltime-Best Primera: 8. (2007/08).

Bekannte(r) Ex-Spieler: Felipe Melo, Veljko Paunovic

Bekannte(r) Ex-Trainer: Hugo Sanchez, Uli Stielike

UD Las Palmas

31 Primera/21 Segunda. Estadio de Gran Canaria: 32.665 Plätze. Alltime-Best Primera: Vize-Meister (1969/70).

Bekannte(r) Ex-Spieler: Robert Jarni

Bekannte(r) Ex-Trainer: Inaki Saez, Miguel Munoz

Cordoba CF

8 Primera/24 Segunda. Nuevo Arcangel: bald 25.100 Plätze. Alltime-Best Primera: 5. (1964/65).

Bekannte(r) Ex-Spieler: Oleg Salenko

Bekannte(r) Ex-Trainer: Laszlo Kubala

Recreativo Huelva

5 Primera/33 Segunda. Nuevo Colombino: 21.670 Plätze. Alltime-Best Primera: 8. (2006/07)

Bekannte(r) Ex-Spieler: Manuel Almunia, Santi Cazorla

Bekannte(r) Ex-Trainer: —

Real Murcia

18 Primera/50 Segunda. Nueva Condomina: 31.179 Plätze. Alltime-Best Primera: 11. (4x)

Bekannte(r) Ex-Spieler: Sergio Escudero, Juan Esnaider, Daniel Jensen, Andreas Reinke

Bekannte(r) Ex-Trainer: Laszlo Kubala, Ferenc Puskas, John Toshack, Javier Clemente

Die Rückkehr zum 3-4-3-System beim FC Barcelona hat diese Woche für viel Wirbel gesorgt. Auf der offiziellen Klub-Homepage kann man jetzt einige Hintergründe dazu erfahren.

Photo by Tsutomu Takasu / CC

Der Schachzug von Pep Guardiola im Spiel gegen Villarreal war das internationale Fußball-Gesprächsthema der Woche.

Erfreulicherweise hat auch mein Blog davon profitiert – vielen Dank für Euer Interesse!

Der FC Barcelona hat am Freitag einige Hintergründe zur “Wiedergeburt” des Dream-Team-Systems nachgereicht.

Das letzte Mal, als Barca mit dieser Formation aufs Feld geschickt wurde, ist gar nicht so lange her. Es war im Februar 2007 unter Frank Rijkaard. Barca musste damals im Cup auswärts bei Saragossa ein Hinspiel-0:1 aufholen. Der niederländische Trainer ging volles Risiko – und schaffte mit einem 2:1 noch den Aufstieg.

Einige Tage später erschien in der Zeitung El Pais eine Kolumne eines ehemaligen Barca-Spielers, der gerade auf dem Sprung ins Trainergeschäft war. Der Titel: “Sentirlo” (“Fühle es”). Der Autor: Pep Guardiola.

In der Kolumne schrieb Guardiola: “Es scheint, als ob das Dream Team nach Saragossa zurück gekehrt wäre. Aber ich glaube, es war nie weg. Vielleicht wird Barca morgen verlieren, oder übermorgen. Das passiert uns allen, aber niemand kann abstreiten, dass Barca lange Zeit ein Team mit großem Wiedererkennungswert war. Einzigartig.”

Guardiola war einst selbst ein führender Spieler im “Dream Team” von Johan Cruyff, der als Spieler in den 70er-Jahren den “Total Football” aus den Niederlanden nach Barcelona gebracht hatte und auch später als Barca-Trainer von 1988 bis 1996 mit dieser Art des Fußballspiels riesige Erfolge feierte.

Seit Guardiola im Sommer 2008 Barca als Chefcoach übernommen hat, hat er Barca wieder zu der von ihm beschriebenen Einzigartigkeit geführt – und sich mit dieser Rückkehr zum 3-4-3 einen persönlichen Traum erfüllt.

Den ganzen Artikel “Returning to the origins of ‘total football’”" (in Englisch) könnt ihr hier lesen.

Die spannendste Fußball-Jahreszeit ist seit Mittwoch Mitternacht zu Ende. Das waren die spektakulärsten Sommer-Transfers der Primera Division.

 

Falcao. Photo: Amarhgil/ Wikipedia.

Eins vorweg: Die spanischen Klubs hielten sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe vornehm zurück – der Vergleich bezieht sich allerdings auf ein monströses Preis-Niveau vom vergangenen Sommer…

Das ist zu einem Großteil natürlich Real Madrid geschuldet. Jose Mourinho veränderte sein Team nur marginal – erwähnenswert ist die Verpflichtung von Linksverteidiger Fabio Coentrao (Benfica/Ablöse: 30 Millionen Euro) sowie Mittelfeldmotor Nuri Sahin (Dortmund/10 Mio).

Beim großen Rivalen sieht die ganze Sache etwas anders aus. Barcelona hat nach jahrelangem(!) Tauziehen endlich die Verpflichtung von Cesc Fabregas (Arsenal/29 Mio) durchgebracht. Auch Alexis Sanchez (Udinese/26 Mio) kostete den Katalanen eine schöne Stange Geld.

Den teuersten Neuzugang in der Primera Division liefert dieses Jahr aber Atletico Madrid. Mit Falcao (Porto/40 Mio) wurde ein echter Torgarant verpflichtet – warum der allerdings vom amtierenden Europa-League-Champion nicht zu einem noch größeren Klub gewechselt ist, müsste man ihn noch einmal fragen…

Eine ganz andere Preisklasse – nämlich gratis – waren folgende Spieler, welche die Liga aber durchaus bereichern können: Ruud van Nistelrooy kam vom HSV zum Scheich-Klub FC Malaga. David Güiza kehrt von Fenerbahce nach Spanien zurück und heuert bei Getafe an. Und Roque Santa Cruz kennen wir noch vom FC Bayern – er spielte allerdings zuletzt (oder besser: er spielte nicht) bei Manchester City und kam zu Real Betis.

Dieses Jahr haben allerdings auch viele Superstars die Primera Division verlassen.

So hat Atletico Madrid gleich drei der besonderen Art verloren. Mit Maradona-Schwiegersohn Sergio Agüero (Man City/ 45 Mio) machte man schon Anfang August richtig schön Kohle. Torwart-Shootingstar David de Gea (Man United/ 20 Mio) war ebenfalls schnell weg. Warum allerdings Diego Forlan (Inter/ 5 Mio) kurz vor Transferschluss so mirnixdirnix aussortiert wurde, bleibt ein Geheimnis von Trainer Gregorio Manzano.

Ebenfalls abgehen werden in Spanien ganz sicher Barca-Youngster Bojan Krkic (AS Roma/12 Mio) und Valencias Juan Manuel Mata (Chelsea/ 27 Mio).

Ein teurer Transfer ist übrigens ziemlich untergegangen. Für Zlatan Ibrahimovic, der ja schon vergangene Saison an den AC Milan ausgeliehen war, kassierte Barca immerhin noch 24 Millionen Euro von den Italienern.

Der Award für die größte Kaderbaustelle geht diesmal an Atletico. Unglaubliche 19 Spieler sind neu dabei, 15 haben den Verein verlassen.

Real bekommt aber schon bald eine neue Chance. Der nächste Winter kommt bestimmt…

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